
Was die Bauwirtschaft jetzt neu bewerten muss
Die Heinze Marktforschung bringt seit über zwei Jahrzehnten zum Jahresende ihre Mittelfristprognose über die zukünftige Entwicklung der Bauwirtschaft heraus. Sie richtet sich an Entscheider von Bauproduktherstellern, die Investitionen planen, Kapazitäten steuern oder strategische Weichenstellungen vorbereiten müssen. Die aktuelle Prognose für den Zeitraum 2025 bis 2030 zeigt tiefgreifende strukturelle Umbrüche. Diese zwingen die Bauwirtschaft, gängige Annahmen kritisch zu hinterfragen.
Die neue demografische Realität
Die 16. koordinierte Bevölkerungsvorausberechnung des Statistischen Bundesamtes zeigt klar und deutlich: Deutschlands Bevölkerung schrumpft und altert schneller als bisher angenommen. Selbst unter optimistischen Annahmen zur Nettozuwanderung ist ein spürbarer Rückgang der Bevölkerungsentwicklung zu erwarten. Vor allem verschiebt sich die Altersstruktur massiv.
Für die Bauwirtschaft ist das kein Randthema. Demografie ist kein abstrakter Hintergrundfaktor, sondern eine der zentralen Determinanten von Wohnungsnachfrage, Bautätigkeit und Investitionsentscheidungen.
Die Rahmenbedingungen für den Baumarkt haben sich geändert
In der öffentlichen Debatte wird weiterhin der strukturelle Wohnungsmangel betont. Diese Sichtweise ist jedoch nicht mehr zeitgemäß. Die Wohnungsnachfrage ist keine statische Größe – sie hängt unmittelbar davon ab, wer in diesem Land lebt, wie alt diese Menschen sind und wie sie wohnen wollen oder können.
Die demografische Entwicklung verändert die Rahmenbedingungen des Baumarktes grundlegend. Es ist klar: Haushaltsgründungen verlangsamen sich, und die Nachfrage verschiebt sich vom quantitativen Neubau hin zur qualitativen Anpassung des Bestands.
Die neue Bevölkerungsprognose zeigt klar: Diese Prämissen müssen überprüft werden. Pauschale Bedarfszahlen für „Deutschland insgesamt“ sind nicht aussagekräftig. Die altersstrukturelle Differenzierung ist der entscheidende Faktor.
Risiken und Chancen für Bauprodukthersteller
Die Risiken sind eindeutig: Überkapazitäten, Fehlinvestitionen in falsche Produktsegmente und eine Überschätzung des Neubaupotenzials.
Anpassung der Prognosemodelle
Die Heinze Marktforschung hat die Prognosemodelle in ihrer aktuellen Mittelfristprognose daraufhin bereits angepasst. Demografische Szenarien wurden aktualisiert, Alterskohorten differenziert ausgewertet und mit Bautypologien sowie Nutzungsarten verknüpft.
Es ist entscheidend zu wissen, welche Altersgruppen für den Neubau und die Modernisierung besonders relevant sind und wie sich diese künftig entwickeln werden. Dargestellt wird, wie sich Genehmigungen, Fertigstellungen und das Bauvolumen in den nächsten fünf Jahren verändern. Analysiert wurde der gesamte Wohn- und Nichtwohnbau einschließlich der Untersegmente.

Kontakt:
Weitere Informationen zur Detailtiefe der Mittelfristprognose 2025-2030 oder zu Preisen können angefordert werden unter
marktforschung@heinze.de oder telefonisch unter 05141 50121.