{"id":1764,"date":"2019-11-27T16:55:46","date_gmt":"2019-11-27T15:55:46","guid":{"rendered":"http:\/\/3.125.253.212\/?p=1764"},"modified":"2020-02-25T16:57:34","modified_gmt":"2020-02-25T15:57:34","slug":"heinze-architektenaward-2019","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.heinzemedien.de\/heinze-architektenaward-2019\/","title":{"rendered":"Heinze ArchitektenAWARD 2019"},"content":{"rendered":"<div class=\"editor-fullwidth fullwidth-box editor-builder-row-1 nonhundred-percent-fullwidth non-hundred-percent-height-scrolling\" style=\"--awb-border-radius-top-left:0px;--awb-border-radius-top-right:0px;--awb-border-radius-bottom-right:0px;--awb-border-radius-bottom-left:0px;--awb-padding-top:70px;--awb-padding-bottom:70px;--awb-margin-top:1px;--awb-background-color:#ffffff;--awb-flex-wrap:wrap;\" ><div class=\"editor-builder-row editor-row\"><div class=\"editor-layout-column editor_builder_column editor-builder-column-0 editor_builder_column_1_6 1_6 editor-one-sixth editor-column-first editor-no-small-visibility editor-no-medium-visibility\" style=\"--awb-bg-size:cover;width:16.666666666667%;width:calc(16.666666666667% - ( ( 4% + 4% ) * 0.16666666666667 ) );margin-right: 4%;\"><div class=\"editor-column-wrapper editor-column-has-shadow editor-flex-column-wrapper-legacy\"><div class=\"editor-clearfix\"><\/div><\/div><\/div><div class=\"editor-layout-column editor_builder_column editor-builder-column-1 editor_builder_column_2_3 2_3 editor-two-third\" style=\"--awb-bg-size:cover;width:66.666666666667%;width:calc(66.666666666667% - ( ( 4% + 4% ) * 0.66666666666667 ) );margin-right: 4%;\"><div class=\"editor-column-wrapper editor-column-has-shadow editor-flex-column-wrapper-legacy\"><div class=\"editor-builder-row editor-builder-row-inner editor-row\"><div class=\"editor-layout-column editor_builder_column_inner editor-builder-nested-column-0 editor_builder_column_inner_2_3 2_3 editor-two-third editor-column-first\" style=\"--awb-padding-bottom:30px;--awb-bg-size:cover;width:66.666666666667%;width:calc(66.666666666667% - ( ( 4% ) * 0.66666666666667 ) );margin-right: 4%;\"><div class=\"editor-column-wrapper editor-column-has-shadow editor-flex-column-wrapper-legacy\"><div class=\"editor-image-element in-legacy-container\" style=\"--awb-caption-title-font-family:var(--h2_typography-font-family);--awb-caption-title-font-weight:var(--h2_typography-font-weight);--awb-caption-title-font-style:var(--h2_typography-font-style);--awb-caption-title-size:var(--h2_typography-font-size);--awb-caption-title-transform:var(--h2_typography-text-transform);--awb-caption-title-line-height:var(--h2_typography-line-height);--awb-caption-title-letter-spacing:var(--h2_typography-letter-spacing);\"><span class=\" editor-imageframe imageframe-none imageframe-1 hover-type-none\"><img decoding=\"async\" width=\"665\" height=\"375\" title=\"press-GewinnerArchitektenAWARD2019\" src=\"https:\/\/www.heinzemedien.de\/data\/uploads\/2020\/02\/press-GewinnerArchitektenAWARD2019.jpg\" data-orig-src=\"https:\/\/www.heinzemedien.de\/data\/uploads\/2020\/02\/press-GewinnerArchitektenAWARD2019.jpg\" alt class=\"lazyload img-responsive hz-image-1624\" srcset=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns%3D%27http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg%27%20width%3D%27665%27%20height%3D%27375%27%20viewBox%3D%270%200%20665%20375%27%3E%3Crect%20width%3D%27665%27%20height%3D%27375%27%20fill-opacity%3D%220%22%2F%3E%3C%2Fsvg%3E\" data-srcset=\"https:\/\/www.heinzemedien.de\/data\/uploads\/2020\/02\/press-GewinnerArchitektenAWARD2019-200x113.jpg 200w, https:\/\/www.heinzemedien.de\/data\/uploads\/2020\/02\/press-GewinnerArchitektenAWARD2019-400x226.jpg 400w, https:\/\/www.heinzemedien.de\/data\/uploads\/2020\/02\/press-GewinnerArchitektenAWARD2019-600x338.jpg 600w, https:\/\/www.heinzemedien.de\/data\/uploads\/2020\/02\/press-GewinnerArchitektenAWARD2019.jpg 665w\" data-sizes=\"auto\" data-orig-sizes=\"(max-width: 768px) 100vw, 665px\" \/><\/span><\/div><div class=\"editor-sep-clear\"><\/div><div class=\"editor-separator editor-full-width-sep\" style=\"margin-left: auto;margin-right: auto;margin-top:20px;margin-bottom:20px;width:100%;\"><\/div><div class=\"editor-sep-clear\"><\/div><div class=\"editor-text editor-text-1\"><h4>Von der Jurysitzung bis zur Gewinnerbekanntgabe: Heinze ArchitekTOUR Kongress bietet Rahmen f\u00fcr Preisverleihung<\/h4>\n<p>\u00dcber 300 eindrucksvolle Objekte und 72 bemerkenswerte Einreichungen von Studenten wurden von der Jury gesichtet und am 13. November 2019 wurden die Gewinner im Rahmen des Heinze Architekturkongresses feierlich bekanntgegeben.<\/p>\n<p>Nichtwohnbau war das Thema des diesj\u00e4hrigen Heinze ArchitektenAWARDs, zu welchem zahlreiche anspruchsvolle und innovative Objekte eingingen. Jedes Projekt f\u00fcr sich hat eine Auszeichnung verdient, aber pro Kategorie konnte es nur einen Sieger geben \u2013 wobei ein Projekt zum Gesamtsieger gew\u00e4hlt wurde. Diese Aufgabe hatte folgende Jury inne: Stefan Behnisch (BEHNISCH ARCHITEKTEN), Prof. Anne Beer (Beer Bemb\u00e9 Dellinger Architekten und Stadtplaner) und Prof. Katja Knaus (Yonder Architekten).<\/p>\n<p>Die Planung mit BIM erh\u00e4lt immer mehr Relevanz, daher hat Heinze auch in diesem Jahr einen Sonderpreis BIM f\u00fcr die besten geplanten BIM-Projekte ausgelobt, der exklusiv von Gira gesponsert wurde. Die BIM-Jury war ein eingespieltes Team, denn auch im letzten Jahr entschieden Peter Knoch (Spectrum Group), Nils Krause (hammeskrause Architekten) und Hanns Ziegler (Staab Architekten GmbH) \u00fcber die beiden Gewinner.<\/p>\n<p>Die Besucher auf heinze.de konnten auch mitentscheiden, denn ihre Onlinevotings waren die Grundlage f\u00fcr die Vergabe der drei Publikumspreise.<\/p>\n<p>Am 13. November 2019 wurden alle Gewinner feierlich im Rahmen des Heinze ArchitekTOUR Kongresses in der Berlin Arena bekanntgegeben. Wir bedanken uns f\u00fcr die Unterst\u00fctzung beim Heinze ArchitektenAWARD bei den folgenden Partnern: Gira, ROMA, SALTO und WICONA.<\/p>\n<h4>Gesamtsieger<\/h4>\n<p><strong>Initiative Rising Star &#8211; Schulgeb\u00e4ude f\u00fcr Hopley, Simbabwe<\/strong><br \/>\n<strong>Ingenieure ohne Grenzen e.V.<\/strong><\/p>\n<p><strong>Begr\u00fcndung der Jury<\/strong><br \/>\nDas Schulgeb\u00e4ude wurde am Rande der simbabwischen Hauptstadt Harare gebaut. Es wurden traditionelle Materialien wie Ziegel verwendet \u2013 Materialien, die \u00f6rtlich verf\u00fcgbar und verarbeitbar sind. Aus \u00f6kologischen Gr\u00fcnden wurde auf Holz fast v\u00f6llig verzichtet. Ein klares, passives Klimakonzept wurde umgesetzt, um den Komfort im Sommer wie im Winter f\u00fcr die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler zu gew\u00e4hrleisten. Hierbei unterst\u00fctzt das Material Ziegel. Wenn der letzte Bauabschnitt fertiggestellt sein wird, wird die Schule einen sch\u00fctzenden Innenhof f\u00fcr die Kinder bilden. Das Projekt zeigt auf eindrucksvolle Weise nicht nur die Hilfsbereitschaft, sondern auch den Respekt, der dieser Aufgabe gezollt wurde. Diese Schule ist etwas Besonderes in einer Gesellschaft, in der wenig vom Staat zu erwarten ist. Und dieses Besondere wurde in angemessener Form architektonisch fein umgesetzt. Kein Experimentierprojekt, sondern ein klares, formal gutes, aber nicht \u00fcberzogenes, klimatechnisch durchdachtes Geb\u00e4ude wurde hier geplant, das auch die gesellschaftliche Bedeutung einer Schule eindrucksvoll hervorhebt. Die Ernsthaftigkeit dieses Projekts, der Wunsch die Aufgabe gewissenhaft zu bearbeiten und der Aufgabe gerecht zu werden, ist deutlich. Der Wunsch ist erkennbar, etwas zu geben, das sowohl materiell als auch technisch angemessen, formal im Kontext in Erscheinung tritt. Ohne den abger\u00fcckten Duktus, der solchen Projekten oft anhaftet. Die Jury honoriert mit dem ersten Preis insbesondere das Anliegen, in einer sozial herausfordernden Situation f\u00fcr die Anwohnerinnen und Anwohner sowie deren Kinder einen besonderen Ort zu schaffen, der den gesellschaftlich \u00fcbergeordneten Wert von Bildung auf architektonisch herausragende Weise darstellt und doch die \u00f6rtlichen Gegebenheiten akzeptiert und gekonnt umsetzt. Das Projekt \u00fcberzeugt die Jury sowohl architektonisch als auch in seiner gesellschaftlichen Relevanz.<\/p>\n<h4>Sieger in der Kategorie \u201eWirtschafts-, Industrie- und Gewerbebau\u201c<\/h4>\n<p><strong>Wertstoffhof und Stra\u00dfenreinigungsdepot in Augsburg<\/strong><br \/>\n<strong>KNERER UND LANG Architekten GmbH<\/strong><\/p>\n<p><strong>Begr\u00fcndung der Jury<\/strong><br \/>\nGewerbliche Entsorgung und Stra\u00dfenreinigung stellen in unserer Gesellschaft Leistungen der Daseinsvorsorge dar und werden dennoch vielfach als selbstverst\u00e4ndlich vorausgesetzt. Abfall- und Kreislaufwirtschaft erhalten in Zeiten von Klimawandel und der Debatte um nachhaltiges Wirtschaften zus\u00e4tzliche Relevanz. Das Augsburger Betriebsgeb\u00e4ude nicht im Sinne von Katalog- und Containerware auf eine reine Funktionsst\u00e4tte herunterzubrechen, sondern als anspruchsvolles architektonische Projekt mit Bedeutung aufzuladen und dieses auch selbstbewusst zu kommunizieren, ist ein Verdienst der Architekten Knerer und Lang. Die Liegenschaft befindet sich im Kreuzungsbereich von Holzstra\u00dfe und B17, n\u00f6rdlich des Gewerbegebiets Oberhausen, im \u00dcbergang zu Kleingartenanlagen und einem \u00fcbergeordneten Gr\u00fcnzug. Das Programm von circa 5.700 Quadratmeter BGF gruppiert die unterschiedlichen Nutzungen von Verwaltung, Sozialr\u00e4umen, Fahrzeughallen, Magazinen und Containerstellpl\u00e4tzen mit Kundenverkehr ringf\u00f6rmig unter einem Dach um einen gro\u00dfz\u00fcgigen zentralen Innenhof. Die entsprechend Funktionsanforderung unterschiedlichen Geb\u00e4udetiefen und Raumh\u00f6hen der Teilbereiche staffeln die entstehende Gro\u00dfform in Grundriss und Schnittprofil plastisch interessant. W\u00e4hrend sich die \u00fcberschiebenden Geb\u00e4udeflanken im Zugangsbereich \u00f6ffnen und einen Blick in den Werkhof und seine Abl\u00e4ufe erlauben, wird die Geb\u00e4udefigur zur Bundesstra\u00dfe hin zweigeschossig zu einer Kopfsituation angehoben. Die Fassadengestaltung differenziert zwischen gestaffelter Umform und perspektivisch orientiertem Innenhof. Der Hof artikuliert sich offensiv technisch, mit Trapezblech ausgeschlagen, und \u00fcber alle \u00d6ffnungen hinweg in kr\u00e4ftigem Olympiablau gefasst. Demgegen\u00fcber tritt die Au\u00dfenfassade mit vorvergrauten L\u00e4rchenholzleisten eher zur\u00fcckhaltend auf und vermittelt in Richtung der angrenzenden Landschaftsr\u00e4ume. Die sich treppende Dachlandschaft ist in Teilen begr\u00fcnt. Alle gew\u00e4hlten Oberfl\u00e4chen sind der Nutzung entsprechend funktional, kosteng\u00fcnstig und robust gew\u00e4hlt. Die Besonderheit des Geb\u00e4udes liegt in dem bewusst entwickelten Kontrast zwischen \u00e4u\u00dferer und innerer Fassade und der resultierenden Raumwirkung: Vom Holzweg aus erschlossen, empf\u00e4ngt das Geb\u00e4ude den Besucher \u00fcber einen plastisch gegliederten Bauk\u00f6rper, mit Holzfassade nat\u00fcrlich bekleidet. Die Funktion des Orts kommuniziert \u00fcber die Hoffarbe zun\u00e4chst eher indirekt aus der zweiten Ebene. Nach Betreten des Werkhofs \u00e4ndert sich die Raumwahrnehmung komplett: Die Farbwelt des hellen, intensiv t\u00fcrkisen \u201eOlympiablau\u201c umf\u00e4ngt den Besucher allumfassend und autonom. Durch den starken Komplement\u00e4rkontrast zwischen dem Orange der st\u00e4dtischen Fahrzeuge und Schutzkleidung der Mitarbeiter im \u201eBlauraum\u201c des Hofs wird die Situation artifiziell verfremdet und dabei szenografisch aufgeladen: Der Hofraum wird zur B\u00fchne der dort angeordneten Aktivit\u00e4ten, die damit im Raumerleben an Bedeutung gewinnen. Die Arbeitsprozesse und beteiligten Menschen, werden in ihrer Sichtbarkeit verst\u00e4rkt und erhalten damit auch zus\u00e4tzliche Wertsch\u00e4tzung. Das Projekt \u00fcberzeugt die Jury sowohl architektonisch als auch in seiner gesellschaftlichen Relevanz.<\/p>\n<h4>Sieger in der Kategorie \u201eKultur-, Veranstaltungs- und Sportbauten\u201c<\/h4>\n<p><strong>Kirchenzentrum Seliger Pater Rupert Mayer, Poing<\/strong><br \/>\n<strong>meck architekten gmbh<\/strong><\/p>\n<p><strong>Begr\u00fcndung der Jury<\/strong><br \/>\nOrte des Innehaltens und der inneren Einkehr in unseren \u00fcbervollen Ereigniswelten mit modernen Mitteln kraftvoll und \u00fcberzeugend zu gestalten, ist eine Herausforderung. Mit dem Kirchenzentrum Seliger Pater Rupert Mayer entsteht ein solcher Ort in unserer Mitte. Nah an einer stark befahrenen Stra\u00dfe und inmitten eines lebhaften und wachsenden Stadtteils von Poing gelingt es den Architekten, mit der st\u00e4dtebaulichen Setzung des Geb\u00e4udes einerseits den angrenzenden Gr\u00fcnzug eines Weihers so f\u00fcr sich zu nutzen, dass die Blicke der Kirchenbesucher in eine andere Welt gelenkt werden, und andererseits den skulpturalen Kirchenbau eigenst\u00e4ndig und dank seiner gro\u00dfen \u00d6ffnungen zugleich einladend in dieser heterogenen st\u00e4dtebaulichen Situation zu positionieren. Geschosshohe monolithische W\u00e4nden aus Nagelfluh, dessen eingeschlossene Kiesel eine dezente Vielfarbigkeit erzeugen, tragen eine expressive Dachform, die mit 15.000 schneewei\u00dfen, dreidimensionalen Keramikkacheln verkleidet ist. Die beiden Ebenen symbolisieren Erde und Himmel, Immanenz und Transzendenz. Das Thema wird im Innenraum fortgef\u00fchrt und um die Wirkung des einfallenden Lichts erg\u00e4nzt. Drei gro\u00dfe Oberlichter, ein Sinnbild der Dreifaltigkeit, beleuchten gezielt die liturgischen Orte. Die Unterseiten der steilen Dachscheiben sind wei\u00df gekalkt, was die diffuse Lichtverteilung beg\u00fcnstigt. Ein gewaltiges Raumkreuz \u00fcberspannt den gesamten Raum. Es tr\u00e4gt das Geb\u00e4ude symbolisch wie auch konstruktiv. Abstrakte Formgebung und geschickte Modellierung mit Licht erzeugen eine Atmosph\u00e4re, die mit dem In-die-H\u00f6he-Streben historischer Sakralbauten vergleichbar ist. Statt der \u00dcberladung des Raums mit religi\u00f6sen Gem\u00e4lden und Figuren, besticht das Geb\u00e4ude durch seine subtile Symbolik und Kargheit. Das beeindruckende Zusammenspiel aus Raum, Material und Licht \u00fcberzeugt die Jury vollkommen.<\/p>\n<h4>Sieger in der Kategorie \u201eSonderbauten\u201c<\/h4>\n<p><strong>Hoverbox<\/strong><br \/>\n<strong>NAICE architecture and design<\/strong><\/p>\n<p><strong>Begr\u00fcndung der Jury<\/strong><br \/>\nDas Warming Huts Festival widmet sich j\u00e4hrlich der kreativen Auseinandersetzung mit dem Thema der Schutzh\u00fctte. Mit der Hoverbox scheint ein wei\u00dfes, rechteckiges Volumen als Landmark \u00fcber Eis zu schweben und markiert eine kleine Rastfl\u00e4che beim Eislaufen am sogenannten River Walk in Winnipeg Kanada. Vergeblich suchen Betrachter nach tragenden Elementen. Allein die Beine derer, die das Innere des Raumes betreten, sind zu sehen sowie acht st\u00e4hlerne Streben, die aber mit Kleidungsst\u00fccken und Schuhwerk so drapiert sind, dass sie andere Besucher vort\u00e4uschen und ihre St\u00fctzfunktion verschleiern. Eine einfache Ma\u00dfnahme zeigt hier gro\u00dfe Wirkung. Viel zu kurz gegriffen w\u00e4re allerdings, dieses kleine feine Projekt auf den raffinierten Kunstgriff der Verschleierung zu reduzieren. Das Innere des kleinen Pavillons vermag noch mehr: Korridore mit B\u00e4nken f\u00fcr kurzes Verweilen sind dort dergestalt labyrinthisch verschlungen, dass Besucher in ihrer Bewegung durch diesen Ort immer wieder aufeinandertreffen. Schmale L\u00f6cher in den W\u00e4nden f\u00fchren zu h\u00e4ufigen unerwarteten Blickkontakten. Unvermutetes Aufeinandertreffen Fremder im engen Dunkel des Innenraums wird hier bewusst provoziert, soziale Kommunikation im \u00f6ffentlichen Raum als Spielplatz f\u00fcr Gro\u00df und Klein ganz selbstverst\u00e4ndlich und beil\u00e4ufig initiiert, w\u00e4hrend Bilder umherirrender Beine unter wei\u00dfer Haube f\u00fcr den Au\u00dfenstehenden faszinierend und r\u00e4tselhaft erscheinen. Die Jury w\u00fcrdigt mit dem Preis f\u00fcr das Projekt Hoverbox in der Kategorie Sonderbauten die herausragende Idee f\u00fcr das architektonischen Konzepts, das bei hohem gestalterischem Anspruch weder Humor noch sozialen Anspruch missen l\u00e4sst.<\/p>\n<h4>Sieger in der Kategorie \u201eBildungsbauten\u201c<\/h4>\n<p><strong>Stadtbibliothek Heidenheim<\/strong><br \/>\n<strong>Max Dudler Architekten<\/strong><\/p>\n<p><strong>Begr\u00fcndung der Jury<\/strong><br \/>\nDas Grundst\u00fcck der Stadtbibliothek in zentraler Lage Heidenheims bildete einen herausfordernden Rahmen f\u00fcr das Geb\u00e4ude. Es ist trapezf\u00f6rmig zugeschnitten, hat keine klaren Vorder- oder R\u00fcckseiten, liegt in zweiter Reihe hinter einem recht gro\u00dfen Geb\u00e4ude in unmittelbarer N\u00e4he des Rathauses, ohne jedoch einen direkten Bezug zu haben. Inhaltlich scheint dieses Geb\u00e4ude mit seinen \u00f6ffentlichen Funktionen wohl eher dem Rathaus zugeh\u00f6rig, st\u00e4dtebaulich bildet es einen eigenen Block im Stadtgef\u00fcge, mit der Umgebung korrespondierend, jedoch sich nicht anpassend. Auf der Ostseite schafft der lange Bauk\u00f6rper eine neue Promenade, die in Nord-S\u00fcd-Richtung Busbahnhof und Rathaus verbindet. Das Haus geht mit der Gliederung der Bauk\u00f6rper auf die umgebende etwas heterogene Situation ein. Die klaren, gegliederten Fassaden mit ihren gro\u00dfz\u00fcgigen Fenster\u00f6ffnungen setzen ein selbstbewusstes Zeichen und unterscheiden sich bewusst von der Umgebung. Das Ziegelmaterial der Fassaden wirkt schl\u00fcssig in der Umgebung bezieht sich auf das nahegelegene Schloss. Im Erdgeschoss und ersten Obergeschoss sind unterschiedliche \u00f6ffentliche Funktionen wie z.B. Stadtarchiv, Veranstaltungssaal, Medienzentrum angeordnet, im zweiten Obergeschoss erstreckt sich die Bibliothek \u00fcber die gesamte L\u00e4nge des Geb\u00e4udes. Es entsteht ein spannender Raum, der \u00fcber seine gesamte L\u00e4nge wahrgenommen werden kann. Die Jury honoriert die Umsetzung auf einem innerst\u00e4dtischen Grundst\u00fcck, die einen besonderen Ort f\u00fcr Gemeinschaft und Bildung mit einem architektonisch herausragenden Anspruch schafft.<\/p>\n<h4>Sieger in der Kategorie \u201eBauten im Sozial- und Gesundheitswesen\u201c<\/h4>\n<p><strong>Jakob-Sigle-Heim<\/strong><br \/>\n<strong>wulf Architekten<\/strong><\/p>\n<p><strong>Begr\u00fcndung der Jury<\/strong><br \/>\nIn unserer Gesellschaft ist der Anteil der Bev\u00f6lkerung im dritten und vierten Lebensalter weiter zunehmend. Der Bedarf an sozialen Einrichtungen, die Wohnraum f\u00fcr Menschen bereitstellen, die auf Unterst\u00fctzung ihrer Alltagsabl\u00e4ufe oder Pflege angewiesen sind, ist entsprechend steigend. Das Jakob-Sigle-Heim als Pflegeheim bietet im Zentrum eines Wohngebiets der 1950er-Jahre in Kornwestheim den Bewohnern dieses Stadtquartiers die M\u00f6glichkeit, auch in der neuen Lebensphase \u201eim Viertel\u201c wohnhaft zu bleiben. Sowohl st\u00e4dtebaulich und architektonisch als auch im sozialen Projekt stellt sich das B\u00fcro Wulf Architekten dieser Aufgabe auf hohem Niveau beispielgebend. Der st\u00e4dtebauliche Kontext des Projekts wird durch die umgebende Bebauung der 1950er-Jahre-Zeilenbauten gepr\u00e4gt, die in Umfang, Gleichma\u00df und Monofunktion einen insgesamt eher anonymen Stadtraum erzeugen. Im Zentrum des Quartiers, zwischen Rosenstein- und Helfenstein-\/Beate-Paulus-Stra\u00dfe befinden sich bereits eine Kirche mit Gemeindehaus und \u00f6ffentliche Gr\u00fcnanlagen. Hier wird zentral der Neubau des Jakob-Sigle-Heims eingeordnet. Die Architekten ergreifen die Chance, das Pflegeheim mit Veranstaltungssaal, Praxis f\u00fcr Ergotherapie und ambulanten Diensten auch als \u00f6ffentlichen Anlaufpunkt f\u00fcr das gesamte Quartier zu artikulieren. Das H-f\u00f6rmige, solit\u00e4r ausdrucksstarke Haus \u00f6ffnet sich einladend nach Norden und S\u00fcden. Der dunkel gefasste Sockel enth\u00e4lt die \u00f6ffentlich zug\u00e4nglichen Programme, die dar\u00fcberliegenden Fl\u00fcgel der Wohngeschosse schwingen in expressiver Geste leicht aus. Die in hellem Besenstrich elegant gefassten Putzfassaden und gro\u00dfz\u00fcgigen Panoramafenster der Pflegezimmer unterst\u00fctzen den selbstbewussten Ausdruck des Hauses und seinen Austausch mit dem Wohnviertel. Die Obergeschosse nehmen je zwei Wohngruppen mit 15 Einzelzimmern und \u201eoffenem Wohnzimmer\u201c auf, welches den Bewohnern erm\u00f6glicht, zu kochen, gemeinsam zu essen oder ihre Nachbarn zu treffen. Die jeweils 15 Zimmer orientierten sich nach Ost und West in die angrenzenden, halb\u00f6ffentlichen Gr\u00fcnr\u00e4ume, die gemeinschaftlichen Wohnr\u00e4ume mit den Balkonen \u00f6ffnen sich zu den beiden H\u00f6fen der Geb\u00e4udeeinschnitte. Im gegebenen Rahmen wird so den Bewohnern \u00fcber den Tageslauf das Erlebnis einer abwechslungsreichen, differenzierten Lichtstimmung im Innen- und Au\u00dfenbereich erm\u00f6glicht. Personalr\u00e4ume, Pfleger\u00e4ume und Pflegeb\u00e4der der Einrichtung sind im Zentrum des H-f\u00f6rmigen Grundrisses geb\u00fcndelt. Dadurch kann im Sinne eines \u201eback-to-back\u201c-Systems auf Doppelungen dienender R\u00e4ume verzichtet werden und im Betrieb des Pflegeheims Personal kompakt eingesetzt werden. Die im Entwurf vorgegebene Fl\u00e4che von 14,7 Quadratmeter je Pflegezimmer ist sehr begrenzt. \u00dcber die Entwicklung nach au\u00dfen gest\u00fclpter \u201ePanoramafenster\u201c wurde daher versucht, ein Gef\u00fchl r\u00e4umlicher Gro\u00dfz\u00fcgigkeit zu vermitteln, die auch in der Pflegesituation, aus dem Bett heraus, als freier Blick in den Au\u00dfenraum positiv stimulierend erlebt werden kann. Die mit Holz bekleidete tiefe Fensterbank kann dar\u00fcber hinaus einem Alkoven gleich angeeignet werden. Das Projekt \u00fcberzeugt die Jury in seiner Haltung von Pr\u00e4zision, Sorgfalt und Wertsch\u00e4tzung, die sich auf allen Ma\u00dfstabsebenen \u2013 von der st\u00e4dtebaulichen Setzung bis hin zum Baudetail \u2013 durchg\u00e4ngig ausdr\u00fcckt.<\/p>\n<h4>Sieger in der Kategorie \u201eNachwuchsarbeiten\u201c<\/h4>\n<p><strong>320 Water Street \u2013 The Spheres Casino Tower<\/strong><br \/>\n<strong>L\u00e9onie Marlene C\u00e9cile K\u00f6hler, TU Braunschweig<\/strong><\/p>\n<p><strong>Begr\u00fcndung der Jury<\/strong><br \/>\nDas Projekt The Spheres Casino Tower zeigt gekonnt, wie ein multifunktionales Hochhaus strukturiert sein k\u00f6nnte. Am Beispiel eines Casinos mit Hotel wird die \u00fcblicherweise horizontale Bauaufgabe vertikal gegliedert entwickelt. In \u00fcbereinander angeordneten Kugeln, den sogenannten Sph\u00e4ren, sind die Sonderfunktionen wie z.B. Casinor\u00e4ume untergebracht. In den Ebenen neben diesen Kugeln befinden sich die Bereiche des Hotels. Die geometrisch komplex erscheinende Struktur ist letztendlich doch klar gegliedert und gut organisiert. Der Entwurf ist durchdacht, gestalterisch interessant und formal gut entwickelt. Auch wenn man durchaus diskutieren k\u00f6nnte, ob ein Casino in solch prominenter Lage mit phantastischer Aussicht in einem Hochhaus richtig platziert ist oder besser irgendwo sonst im platten Land sein sollte, denn kaum ein Spieler wird die Aussicht genie\u00dfen, sollte man die Qualit\u00e4ten des Entwurfs anerkennen. Die L\u00f6sungsans\u00e4tze und Durcharbeitung w\u00e4ren auch auf andere Aufgaben \u00fcbertragbar. Die Arbeit zeigt eine formale Sicherheit und Durcharbeitungsstufe, die von der Jury anerkannt und honoriert wird.<\/p>\n<h4>Sieger in der Kategorie \u201eNachwuchsarbeiten\u201c<\/h4>\n<p><strong>An economy of means. Residential transformation in Athens<\/strong><br \/>\n<strong>Jonas Hamberger, Eva Ho\u00acffmann und Vanessa Salm, TU M\u00fcnchen<\/strong><\/p>\n<p><strong>Begr\u00fcndung der Jury<\/strong><br \/>\nArchitektur kann f\u00fcr unsere Gesellschaft Relevanz entwickeln, sofern wir uns als Architekten der Themen annehmen, mit denen Architektur im Sinne einer nachhaltigen Gestaltung entwickelt werden kann. Die Arbeit \u201eAn ecomomy of means. Residential transformation in Athens.\u201c greift Themen von gesellschaftlicher und sozialer Brisanz gleicherma\u00dfen auf unterschiedlichen Ebenen auf und f\u00fchrt sie zusammen. So geht es in dieser Arbeit zum einen um die Auseinandersetzung mit leer stehendem Baubestand und dessen Potenzial f\u00fcr eine architektonische Weiterentwicklung bzw. R\u00fcckf\u00fchrung in den Wohnungsbau. Zum anderen geht es aber auch um die Schaffung g\u00fcnstigen Wohnraums und nicht zuletzt sollen im Sinne gemeinschaftlichen Zusammenlebens die Raumbed\u00fcrfnisse der unterschiedlichen Protagonisten in dem Geb\u00e4ude kontinuierlich neu verhandelt werden k\u00f6nnen, indem durch leichte Aluminiumtrennw\u00e4nde Flexibilit\u00e4t in der Grundrissgestaltung m\u00f6glich wird. So werden im Interesse eines schonenden Umgangs mit Ressourcen erg\u00e4nzend bestehende Ausbaustandards hinterfragt. Freilich ist es nicht einfach einen solch umfangreichen Blumenstrau\u00df selbst gestellter Herausforderungen in allen Teilen zur Perfektion zu b\u00fcndeln. Ob die gezeigten Alust\u00e4nderw\u00e4nde so wirklich funktionieren werden k\u00f6nnen, darf gefragt werden, und ebenso, ob die gezeigten Grundrisse in Teilen nicht noch konsequenter in Richtung einer umfangreicheren Varianz f\u00fcr gemeinschaftliches Zusammenleben h\u00e4tten entwickelt werden k\u00f6nnen. Die Jury w\u00fcrdigt aber den grunds\u00e4tzlichen sozialen Anspruch an die M\u00f6glichkeiten architektonischer Gestaltungsprozesse in diesem Entwurfsprojekt sowie Umfang und sehr \u00fcberzeugende Qualit\u00e4t der pr\u00e4sentierten Darstellungen. Das gew\u00e4hlte Konzept des Verwebens, wird mit der vorliegenden Arbeit nicht nur als geometrisches Prinzip begriffen, sondern auch als Mittel des inhaltlichen Verwebens und der Schaffung gesellschaftlichen Zusammenhalts. Diesen gelungenen Ansatz honoriert die Jury mit einem Preis.<\/p>\n<h4>Sieger in der Kategorie \u201eNachwuchsarbeiten\u201c<\/h4>\n<p><strong>buy back berlin<\/strong><br \/>\n<strong>Philipp Preiss und Tobias List, Universit\u00e4t der K\u00fcnste Berlin<\/strong><\/p>\n<p><strong>Begr\u00fcndung der Jury<\/strong><br \/>\nDie Wohnungsfrage hat die Hochschulen erreicht und bietet die Chance, dort frei von Praxiszw\u00e4ngen innovative Modelle zu erarbeiten, die als Praxistransfer in die \u00f6ffentliche Diskussion zur\u00fcckflie\u00dfen und gesellschaftliche Relevanz erreichen k\u00f6nnen. In ihrer BA-Thesis greifen Philipp Preiss und Tobias List das Thema an ihrem Studienort Berlin auf. Aktuelle Diskussionen f\u00fchren sie in einer \u00fcbergeordneten These zusammen: Wohnungsbau soll als \u201esoziale Infrastruktur\u201c der Stadt neu bewertet und der Spekulation entzogen werden. Berlin soll f\u00fcr diese Neuausrichtung ihrer Wohnungsbaupolitik in gro\u00dfem Stil Grundst\u00fccke zur\u00fcckkaufen \u2013 buy back berlin \u2013 und langfristig im Eigentum halten. F\u00fcr Projektentwicklung kosteng\u00fcnstigen und nachhaltigen Wohnungsbaus werden kooperative Gesellschaftsformen vorgeschlagen, da ihre sozialen Interessen per Definition gegen\u00fcber einseitig wirtschaftlicher Spekulation \u00fcberwiegen m\u00fcssen. Der Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg ist als Stadtraum mit hohem Potenzial f\u00fcr Buy-Back-Projekte Untersuchungsgebiet. An der Warschauer Stra\u00dfe erarbeitet Tobias List \u00fcber sein Entwurfsprojekt exemplarisch, wie sich unterschiedliche Nutzer und Programme eines kooperativen Wohnquartiers r\u00e4umlich artikulieren und zu einer eigenst\u00e4ndigen Architektur-Grammatik finden k\u00f6nnen. Das vorgeschlagene Projekt entwickelt ein hybrides Stadtquartier von ca. 220 Einheiten mit umfangreich zugeordneter Infrastruktur. Zielwert f\u00fcr Dichte ist eine FAR gr\u00f6sser 6. Kreislaufans\u00e4tze f\u00fcr Herstellung und Betrieb des Quartiers werden andiskutiert, das \u201eoffene Programm\u201c beispielhaft \u00fcber die Akteure der Kooperative \u201ekuratiert\u201c. Die Individualbereiche der Bewohner werden nutzungsoffen f\u00fcr Wohnen, Gewerbe oder Produktion vorgeschlagen. Gemeinschaftlich nutzbare Angebote umfassen sowohl soziokulturelle Einrichtungen wie Kitas, Gemeinschaftsk\u00fcchen, Kino und Schwimmbad, als auch Handel und Dienstleistung wie Marktfl\u00e4chen, W\u00e4scherei oder G\u00e4rtnerei. Dem gro\u00dfz\u00fcgig ausgelegten Erschlie\u00dfungs-System und zugeordneten Gemeinschaftsg\u00e4rten kommt dabei eine Schl\u00fcsselrolle zu, denn die Abgrenzung zwischen Wohnen und Arbeiten, dem \u00f6ffentlichen und privaten Raum soll offen und sozial produktiv weiterentwickelt werden. Auch wenn einzelne Aspekte des Beitrags kontrovers diskutiert werden \u2013 gleichwertige Einordnung von Wohnen und Produktion, Verh\u00e4ltnis von Individualbereichen zu Gemeinschaft und Erschlie\u00dfung z.B. \u2013 wird die hohe funktionale, r\u00e4umliche und soziale Dichte des st\u00e4dtebaulichen und architektonischen Projektes anerkannt. Die intensive Ausarbeitung der Parameter von Programm und Prozess \u00fcber umfangreich und visuell hochwertig aufbereitetes Bild- und Diagramm-Material kann das Projekt dar\u00fcber hinaus breit kommunizieren und sowohl Subkultur als auch den Immobilienmarkt erreichen. Die Jury honoriert dieses f\u00fcr eine BA-Arbeit in Analyse, Entwicklung und Entwurf sehr umfassende Projekt mit einem Preis und w\u00fcrdigt damit sowohl den entwurflichen Beitrag als auch einen relevanten Impuls in den gesellschaftlichen Diskurs einer hoch aktuellen Themenstellung.<\/p>\n<h4>1. Platz Publikumspreis<\/h4>\n<p><strong>Historische Eisbahn im Park \u201ePlanten un Blomen\u201c<\/strong><br \/>\n<strong>rimpf Architektur &amp; Generalplanung<\/strong><\/p>\n<p><strong>Beschreibung<\/strong><br \/>\nDie Kunsteisbahn wurde anl\u00e4sslich einer Hamburger Gartenschau im Oktober 1935 gebaut; zur internationalen Gartenschau 1973 wurden die baulichen Anlagen erg\u00e4nzt und in die Wallanlage integriert. Die Eisbahn ist ebenso wie der Park eingetragenes Garten-Kulturdenkmal. Im Zusammenhang mit der dringend notwendigen baulichen Sanierung sollte auch ein Konzept f\u00fcr die wirtschaftlich verbesserte Nutzung, insbesondere auch f\u00fcr den Sommer, entwickelt werden. Ein interdisziplin\u00e4res Team aus der Arge Paul Sch\u00fcler, Architekt \u2013 plp Architekten und Generalplaner und Indoo als potenziellem Betreiber erhielt den Zuschlag f\u00fcr die Ausarbeitung der vorgelegten Idee, die Eisbahn in ihrer Form zu erhalten und sie zur Sommernutzung mit einem Klettergarten zu erweitern. Nach \u00dcberarbeitung des Entwurfs durch rimpf Architektur wurde das Caf\u00e9 h\u00f6hengleich und damit barrierefrei an die Eisbahn und an den angrenzenden Au\u00dfenraum angeschlossen.<\/p>\n<h4>2. Platz Publikumspreis<\/h4>\n<p><strong>Open Office<\/strong><br \/>\n<strong>Architekten LEE + MIR Partnerschaftsgesellschaft mbB<\/strong><\/p>\n<p><strong>Beschreibung<\/strong><br \/>\nDas B\u00fcrogeb\u00e4ude R&amp;P steht wenige Kilometer westlich von Leonberg im Industriegebiet Weissach auf einer Anh\u00f6he mit Blick auf das Landschaftsschutzgebiet. Die Architektursprache unterst\u00fctzt die junge und dynamische Agentur in ihrer repr\u00e4sentativen Au\u00dfenwirkung. Die Grundform des Geb\u00e4udes ist ein minimalistischer Kubus, der durch polygonale Formen in der Fenster- und Fassadengestaltung dynamisiert wird. Das Erscheinungsbild wird durch den Kontrast zwischen den dunklen Einschnitten und der hellen Putzfassade ma\u00dfgeblich gepr\u00e4gt. Die umlaufenden Fensterb\u00e4nder schaffen Transparenz und erlauben Einblicke ins Innere. Der gro\u00dfe Anteil der Verglasungen kommuniziert die Offenheit, die im Innenraum gelebt wird, nach au\u00dfen. Eine Dachbegr\u00fcnung dient dem Fl\u00e4chenausgleich sowie der Regenwasserzur\u00fcckhaltung. Der Strom f\u00fcr die Luftw\u00e4rmepumpe wird durch die eigene Photovoltaikanlage produziert. Achsbasierend steht das Geb\u00e4ude auf Stahlbetonst\u00fctzen, sodass auf tragende Innenw\u00e4nde verzichtet werden konnte. Diese Konstruktionsstruktur l\u00e4sst eine gr\u00f6\u00dftm\u00f6gliche Flexibilit\u00e4t zu.<\/p>\n<h4>3. Platz Publikumspreis<\/h4>\n<p><strong>Erweiterung Wasserwerk Friedrichsberg Pforzheim<\/strong><br \/>\n<strong>Fritz Planung GmbH<\/strong><\/p>\n<p><strong>Beschreibung<\/strong><br \/>\nDie Stadt Pforzheim wird mit Eigenwasser aus dem Gr\u00f6sseltal, der Enzaue und Fernwasser der Bodenseewasserversorgung (BWV) mit Trinkwasser versorgt. Durch den nun anlaufenden Ausbau der Enzquerung der A8 besteht die Gefahr einer Beeintr\u00e4chtigung des Grundwassers in der Enzaue. Um die Wasserqualit\u00e4t der bislang 8 Versorgungszonen in Pforzheim zu vereinheitlichen und zur Energieeinsparung den Anteil an BWV Wasser zu verringern, wurde weicheres als das harte Enzauenwasser ben\u00f6tigt. Beide Herausforderungen wurden durch die neue Trinkwasseraufbereitung mit einer Verfahrenskombination aus Ultrafiltration und Umkehrosmose bew\u00e4ltigt. Die hierf\u00fcr notwendige Hochtechnologieanlage, die die Trinkwasserversorgung der gesamten Stadt ver\u00e4ndert, bildet mit dem neu errichteten Geb\u00e4ude neben dem historischen Wasserwerk Friedrichsberg eine Einheit als TWA Friedrichsberg 2018.<\/p>\n<h4>Sieger Sonderpreis BIM<\/h4>\n<p><strong>Universit\u00e4re Altersmedizin FELIX PLATTER<\/strong><br \/>\n<strong>w\u00f6rner traxler richter planungsgesellschaft mbH<\/strong><\/p>\n<p><strong>BIM-Begr\u00fcndung der Jury<\/strong><br \/>\nDas Projekt \u00fcberzeugt in seiner durchg\u00e4ngig hohen Qualit\u00e4t des BIM Prozesses und der bemerkenswerten architektonischen Durcharbeitung. Als Gro\u00dfprojekt im Gesundheitswesen ist es eines der ersten durchg\u00e4ngig mit der BIM Planungsmethode bearbeiteten Projekte. Es beginnt mit der Erarbeitung des Planungswettbewerbes in 3D BIM. In einem OPEN BIM Prozess erfolgt die Integration und Koordination einer hochinstallierten Geb\u00e4udetechnik in vollem Umfang. Es werden f\u00f6derative BIM Modelle verwandt. Die erforderlichen Rollen des fachspezifischen BIM Koordinators und eines \u00fcbergreifenden Gesamtkoordinators wurden besetzt. Die Modellierung erfolgt in einem dem jeweiligen Planungsstand entsprechenden LOD. F\u00fcr die Raum und Planung erl\u00e4uternde Kommunikation k\u00f6nnen die \u00fcbrigen Planungsbeteiligten VR-Brillen nutzen. Das Modell wird auch zur \u00dcberpr\u00fcfung und Optimierung des klinischen Workflows genutzt. Es kommt mit entsprechender Software auch auf der Baustelle zur Qualit\u00e4tssicherung und Arbeitsvorbereitung zum Einsatz. Die Weiternutzung f\u00fcr das CAFM ist angelegt. St\u00e4dtebaulich \u00fcberzeugt die Universit\u00e4re Altersmedizin FELIX PLATTER in ihrer differenzierten Gliederung des blockausf\u00fcllenden f\u00fcnfgeschossigen Bauk\u00f6rpers. \u00dcber dem Erdgeschoss wird seine L\u00e4nge durch je einen fast geb\u00e4udetiefen R\u00fccksprung unterbrochen. Ein gro\u00dfer und kleinere Innenh\u00f6fe erg\u00e4nzen die Figur. Seine ruhige mineralische Lochfassade \u00fcberspielt mit geometrisch variierenden Faschen um die Fenster die sicher effiziente Organisation und hohe Flexibilit\u00e4t der Raumstrukturen. Innenr\u00e4umlich wird die zur\u00fcckhaltende, angenehme Materialit\u00e4t mit Holz, in Ton gehaltenen Keramikfliesen in den \u00f6ffentlichen Bereichen bzw. dunklen Bodenbel\u00e4gen auf den Stationen fortgef\u00fchrt. Licht flie\u00dft aus Decken und erhellt die wei\u00dfen W\u00e4nde, was f\u00fcr die Liegend-Patienten sehr angenehm ist. Schlichte, knapp gef\u00fcgte, gelochte wei\u00dfe Metallsegmentdecken erg\u00e4nzen den ruhigen, freundlichen Eindruck.<\/p>\n<h4>Sieger Sonderpreis BIM<\/h4>\n<p><strong>Bel Ami Wedel \u2013 Nachverdichtung einer Wohnsiedlung<\/strong><br \/>\n<strong>blauraum Architekten GmbH<\/strong><\/p>\n<p><strong>BIM-Begr\u00fcndung der Jury<\/strong><br \/>\nDas Projekt Bel Ami Wedel von blauraum Architekten \u00fcberzeugt die Jury durch die gute Qualit\u00e4t seines BIM Prozesses, den ressourcenschonenden Entwurfsansatz eines gelungenen Weiterbauens und seinen beeindruckenden soziokulturellen Mehrwert. Die Planung des Projekts wird in einer stark ausgepr\u00e4gten BIM Planungsmethode umgesetzt. In dem beschriebenen BIM Prozess erfolgt die Integration und Koordination der Fachdisziplinen. Es werden f\u00f6derative BIM Modelle verwendet. Die Rollen fachspezifischer BIM Koordinatoren sowie einer \u00fcbergeordneten Gesamtkoordination sind besetzt. Die Modellierung erfolgt nach einem einheitlichen LOD. Ausgangspunkt des Projekts ist die im Jahr 1953 von einem Wedeler Textilfabrikanten errichtete Werkssiedlung inmitten eines gro\u00dfz\u00fcgigen Parkgrundst\u00fccks. Der Entwurf von blauraum Architekten sieht ein Weiterbauen der historischen Werkssiedlung durch die Erg\u00e4nzung typologisch verwandter \u201ePartnerh\u00e4user\u201d vor. Zugleich ist der Entwurf von einem starken Gemeinschaftsgedanken getragen, mit dem Ziel, \u00fcber das bauliche Ensemble hinaus auch das soziale Miteinander zu beleben und zu st\u00e4rken. Die st\u00e4dtebauliche Anordnung der \u201ePartnerh\u00e4user\u201c l\u00e4sst neue, funktional und atmosph\u00e4risch differenzierte Au\u00dfenr\u00e4ume entstehen. So ergeben sich adressbildende Zugangsr\u00e4ume mit einem \u00f6ffentlichen Gemeinschaftscharakter zwischen den \u201ePartnerschollen\u201c. Die Gartenbereiche im Inneren der \u201ePartnerschollen\u201c bilden einen intimeren und privateren Gemeinschaftscharakter aus. Die erg\u00e4nzenden \u201ePartnerh\u00e4user\u201c gehen durch ihre typologische Verwandtschaft eine harmonische Verbindung mit Bestandsgeb\u00e4uden ein. Dabei stellen sie eine gekonnte Kombination historischer Typologie mit der Gestaltung zeitgem\u00e4\u00dfer Wohnkonzepte dar. Differenzierte Grundrisslayouts f\u00fcr vielf\u00e4ltige Wohnformen von Clusterwohnungen f\u00fcr Seniorenwohngemeinschaften, Galeriewohnungen und Reihenhauswohnungen f\u00fcr Familien erm\u00f6glichen ein vielf\u00e4ltiges, generationen\u00fcbergreifendes Zusammenleben. Die architektonische Gestaltung der H\u00e4user zeichnet eine angenehm unaufgeregte wie klare Detaillierung aus. Sie sind von einer angemessenen und dauerhaften Materialisierung gepr\u00e4gt. Besenstrichputz auf mineralischer D\u00e4mmung, ziegelgedeckte D\u00e4cher und Alu-Holz-Verbundfenster sind sorgf\u00e4ltig getroffene, nachhaltige Materialentscheidungen.<\/p>\n<\/div><div class=\"editor-button-wrapper\"><a class=\"editor-button button-flat button-xlarge button-default editor-button-default button-1 editor-button-default-span editor-button-default-type\" target=\"_self\" href=\"\/hz-content\/uploads\/2020\/02\/PM_HeinzeArchitektenAWARD_2019.zip\"><span class=\"editor-button-text awb-button__text awb-button__text--default\">Download Pressekit<\/span><\/a><\/div><div class=\"editor-clearfix\"><\/div><\/div><\/div><div class=\"editor-layout-column editor_builder_column_inner editor-builder-nested-column-1 editor_builder_column_inner_1_3 1_3 editor-one-third editor-column-last cssNewsAside\" 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K\u00f6ln: Heinze l\u00e4dt zum exklusiven Architects\u2019 Run ein<\/a><\/h2><p class=\"editor-single-line-meta\"><span>24.02.2026<\/span><span class=\"editor-inline-sep\">|<\/span><\/p><\/div><\/div><div class=\"editor-clearfix\"><\/div><\/div>\n<\/article>\n<article id=\"blog-1-post-6070\" class=\"editor-post-grid post-6070 post type-post status-publish format-standard has-post-thumbnail hentry category-events category-heinze category-pressemeldung\">\n<div class=\"editor-post-wrapper\" style=\"background-color:rgba(242,244,245,1);border:1px solid #f2f4f5;border-bottom-width:3px;\"><div class=\"editor-post-content-wrapper\" style=\"padding:10px 10px 10px 10px;\"><div class=\"editor-post-content post-content\"><h2 class=\"blog-shortcode-post-title entry-title\"><a href=\"https:\/\/www.heinzemedien.de\/bauwende-heinze-architekturaward-2026-gestartet\/\">Bauwende: Heinze ArchitekturAWARD 2026 gestartet<\/a><\/h2><p class=\"editor-single-line-meta\"><span>12.02.2026<\/span><span 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